FAQ Liste BONITmatrix®


1
Kann man bei Sinusbodenaugmentation das Knochenaufbaumaterial auch ohne autologen Knochen verwendet werden?
Ja, die Sinusbodenelevation kann auch ohne die Beimisachung von autologen Knochenspänen durchgeführt werden. Allerdings verkürzt aufgrund des osteoinduktiven Potentials die Zugabe autologer Knochenspäne die Heilungszeit bzw. die Regenerationszeit.
2
Wird BONITmatrix® vollständig resorbiert?
Ja, BONITmatrix® wird vollständig resorbiert.
3
Muss BONITmatrix® mit Blut angemischt werden oder kann auch Kochsalzlösung verwendet werden?
BONITmatrix® sollte ausschließlich mit autologem Blut angemischt werden. Kommt BONITmatrix® zuerst mit anderen Flüssigkeiten (NaCl) in Kontakt, so saugen sich die Nano- und Mikroporen voll, und das Blut mit den wichtigen Wachstumsfaktoren durchdringt nur noch die Zwischenräume zwischen den Granula. Die Folge ist eine unvollständige bzw. verzögerte Knochenneubildung im Defektbereich.
4
Muss freiliegendes Nervengewebe vor der Anwendung von BONITmatrix® abgedeckt werden?
Ja, freiliegendes Nervengewebe sollte vor Applikation von BONITmatrix® mit Hilfe einer Membran abgedeckt werden, um potentielle Verletzungen der Weichgewebe zu verhindern.
5
Was ist zu tun bei einer Perforation der Schneiderschen Membran?
Bei einer Perforation der Schneidschen Membran während einer Sinusaugmentation sollte diese mit Hilfe einer resorbierbaren Membran zuerst repariert werden, bevor das Material in den Hohlraum appliziert wird.
6
Wie wird gehandelt, wenn nicht genügend Blut zum Anmischen zur Verfügung steht?
Sollte während der Defektvorbereitung nicht genügend Blut zur Verfügung stehen, ist die Verwendung von venösem Blut indiziert. Wichtig ist, dass das Material vollständig mit patienteneigenem Blut versetzt wurde.
7
Muss Granulationsgewebe und Weichgewebe aus dem Defekt entfernt werden?
Ja, unbedingt. Um eine vollständige Ausheilung des Defektes mit neu gebildetem Knochengewebe zu erreichen, muss der Defektbereich vollständig von Weich- und Granulationsgewebe gesäubert werden.
8
Wann sollte eine Membran verwendet werden?
Die Abdeckung des Defektbereiches sollte mit einer Membran oder mit dem intakten Periost erfolgen, um ein Einwandern von Weichgewebe (Bindegewebe) zu verhindern.
9
Wie lange ist BONITmatrix® haltbar?
BONITmatrix® ist nach Herstellung 5 Jahre verwendbar. Das Verfallsdatum ist auf jeder Packung vermerkt.
10
Gibt es Kontraindikationen für die Anwendung von BONITmatrix®?
BONITmatrix® darf nicht angewandt werden bei Patienten, die Wundheilungsstörungen aufweisen oder deswegen therapiert bzw. mit Pharmaka behandelt werden, welche in den Knochenstoffwechsel negativ eingreifen, bei Patienten mit schweren endokrin bedingten Knochenerkrankungen, schweren Knochenstoffwechselstörungen sowie bei bestehenden Therapien mit Gluko- und Mineralokortikoiden. Des Weiteren darf BONITmatrix® nicht bei Defekten im Bereich offener Epiphysenfugen verwandt werden (siehe auch Gebrauchsanweisung, Punkt Kontraindikationen).
11
Ist eine Zerkleinerung der Granula durch Mörser o ä. möglich?
Nein, die Granulate dürfen nicht zerkleinert werden, weil dadurch ebenfalls die Nano- und Mikrostrukturen, auf deren Struktur die Wirkungsweise des Materials u. a . beruht, zerstört werden. Sollte eine feinere Körnung erwünscht sein, so steht das Material in einer feineren Granulatgröße ebenfalls zur Verfügung.
12
Darf man BONITmatrix® re-sterilisieren?
Nein, BONITmatrix® ist gamma-sterilisiert und damit zur einmaligen Verwendung bestimmt. Eine Re-Sterilisation ist nicht möglich.
13
Wie erfolgt der Abbau von BONITmatrix® im Defektbereich?
Der Abbau des Knochenregenerationsmaterials erfolgt vorwiegend über zelluläre Prozesse. Das Material wird von innen heraus durch Knochenzellen abgebaut und durch neues Knochengewebe ersetzt. Es integriert sich somit in den aktiven Umbauprozess des Knochens (Bone remodelling).
14
Wie lange dauert es, bis BONITmatrix® vollständig resorbiert ist?
Die Resorptionszeit von BONITmatrix® ist von mehreren Faktoren abhängig (Defektgröße, Raucher/Nichtraucher, systemische Medikation etc). Als Richtwert kann ein Zeitraum von 4-8 Monaten angegeben werden, in dem das Material fast vollständig abgebaut wird. Neuere klinische Ergebnisse zeigen, dass bereits 4 Monate nach erfolgter Sinusbodenelevation eine Implantatinsertion möglich ist.
15
Kommt es während der Resorption zur Volumenabnahme/Schrumpfungen?
Während des Umbauprozesses kommt es zu einer leichten Volumenabnahme. Deshalb ist es erforderlich, das Material mit einem leichten Überschuss in den Defekt einzubringen.
16
Wann kann nach einer Augmentation mit BONITmatrix® implantiert werden?
Die Insertion von Implantaten in Knochengewebe, welches mit BONITmatrix® augmentiert wurde, kann nach 3 Monaten erfolgen. Nach diesem Zeitraum ist genügend Kieferknochen für eine feste Verankerung des Implantates im Knochen mit ausreichender Primärstabilität gegeben.
17
Wie sollte BONITmatrix® gelagert werden?
BONITmatrix® muss bei Raumtemperatur gelagert werden. Eine Lagerung bei niedrigen Temperaturen ist nicht zulässig (siehe Gebrauchsanweisung).
18
Sind Nebenwirkungen bekannt?
BONITmatrix® wirkt nicht zytotoxisch und besitzt keine sensibilisierenden Eigenschaften (kein allergenes Potential).
19
Kann BONITmatrix® mit Antibiotika appliziert werden?
Sollte gemäß der Indikation eine Gabe von Antibiotika erforderlich sein, so kann diese in Kombination mit BONITmatrix® erfolgen. Das Material hat eine hohe Kapazität für die Aufnahme von Antibiotika und speichert diese über einen längeren Zeitraum.
20
Wie ergiebig ist BONITmatrix®?

1g BONITmatrix® ist ausreichend, um einen Defekt von ca. 2 cm3 zu füllen.

21
Wann sollte welche Granulatgröße eingesetzt werden?
Grundsätzlich sollte bei größeren Defekten (Sinusbodenelevation, größere, mehrwandige Defekte) die grobere Partikelgröße eingesetzt werden, um entsprechend ausreichend Platz für das Einwandern von Knochenzellen und Kollagenfasern/Blutgefäßen zu gewährleisten. Für kleinere Defekte (periimplantäre Defekte und in der Parodontalchirurgie) eignet sich die feinere Partikelgröße. Letztendlich sind aber beide Partikelgrößen für alle angegebenen Indikationen zugelassen und es obliegt der Entscheidung des Anwenders, welche Partikelgröße er für welche Indikation einsetzt.

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